Die Indikation für das Legen eines intravenösen Zuganges stellt der ärztliche Dienst.
Das Legen eines intravenösen Zuganges kann durch den MTD erfolgen, jedoch nur mit der ausschließlichen Genehmigung durch den ärztlichen Dienst.
Materialbedarf
Venflon
steril verpackte Tupfer
Stauschlauch
Kanülenverband mit Pflasterstreifen
Technik
Entkleiden der Injektionsstelle.
Händedesinfektion.
Falls unsterile Handschuhe zusätzlich verwendet werden, dann sin diese nach erfolgter Händedesinfektion und nach dem vollständigen Auftrocknen des Desinfektionsmittels anzuziehen und anschließend ist eine weitere Händedesinfektion mit den angezogenen Handschuhen durchzuführen und es ist wieder abzuwarten bis zum vollständigen Trocknen des Desinfektionsmittels.
Anlegen des Stauschlauches mindestens handbreit proximal von der geplanten Punktionsstelle.
Aufsuchen einer geeigneten Vene (für Untersuchungen mit hohem Flow bevorzugt in der Ellenbeuge, ggf. am Unterarm oder auf dem Handrücken)
Sterile Tupfer mit Hautdesinfektionsmittel ausreichend tränken, über geplante Punktionsstelle mit Desinfektionsmittel wischen, eine gesamte Einwirkzeit von mindestens 60 Sekunden ist einzuhalten.
Fixieren der Haut und rasches Durchstechen durch die Haut in einem Winkel von ca. 45°. Anschließend den Venflon absenken und die Vene flach punktieren.
Wenn Blut am transparenten Kanülenansatz einströmt, dann den Venflon noch ca. 5mm im Gefäß vorschieben. Die Punktionsnadel festhalten und gleichzeitig die Plastikkanüle weiter ins Gefäß vorschieben.
Stauschlauch lösen.
Fixierung des peripheren Venenkatheters mit sterilen Venflonfixierstreifen.
Vollständiges Entfernen der Nadel unter gleichzeitigem Druck auf die Vene proximal von der Plastikkanüle.
Den Venflon mit dem vorgesehenen Verschlussstopfen verschließen.
Komplikationen
Arterie punktiert
Blut ist hellrot, fließt kräftig und pulsierend heraus
Abhilfe:
Zugang in jedem Fall sofort entfernen, auf keinen Fall Injektionen durchführen (es besteht schwere Nekrosegefahr für das von der Arterie versorgten Areals). Anlegen eines leichten Druckverbandes (ev. mit Stauschlauch), Pat. mindestens für 15-20 Minuten beobachten, um eventuell auftretende Nachblutungen zu bemerken.
Vene geplatzt
Vene zu steil punktiert mit durchstochener Hinterwand, v.a. bei Bindegewebsschwäche (z.B.: Glukokortikoid Therapie oder bei älteren Patienten)
Abhilfe:
Leichten Druckverband der betroffenen Stelle.
Neu stehen, beim nächsten Punktionsversuch nur mit wenig Stau oder ganz ohne Stauschlauch stechen, nach der Hautpunktion die Nadel senken und in einem deutlich flacheren Winkel die Vene anstechen.
paravenöse Injektion
Schmerzen und sichtbare Schwellung im Bereich des Venflons unter der Haut.
Abhilfe:
Prinzipiell sollte jeder Venflon sofort nach dem Setzen mit 2-3ml NaCl durchgespült werden, nur wenn es dabei zu keinen Schmerzen und zu keiner Schwellung kommt, dann darf der Venflon erst verwendet werden.
Thrombophlebitis
Der Patient gibt Schmerzen im Bereich der Einstichstelle an und/oder es ist eine Rötung und/oder Schwellung zu sehen.